Marc Chagall – jüdischer Maler und Mystiker – Versuch einer Annäherung (Teil 1)

Einleitung: Die Geschichte der Juden in Frankreich hat mich schon immer interessiert… von der Tatsache, dass sich aufgrund der sehr langsamen Herstellung einer territoriale Einheit – im Sinne von „geschlossener Einheit“ – bis hin zu den bedeutenden Gemeinden im Norden von Rouen (Herzogtum Lothringen) und Metz. Beide wurden im „Ersten Kreuzzug“ 1096 verwüstet, geplündert… über die Menschen ist mir bekannt, dass im Süden Frankreichs, besonders das Longuedoc und die Provence die ältesten jüdischen Gemeinden beherbergten. Dem spanischen Reisenden Benjamin von Tuledo (Toledo) verdankt die Nachwelt eine intensive und detaillierte Beschreibung dieser Gemeinden aus dem Jahr 1160… und berichtet von Wohlstand, Tradition und deren Bedeutung. Von den insgesamt acht besuchten Gemeinden seiner bis in das Jahr 1271 hineinreichenden Reise in der unabhängigen Grafschaft Toulouse ist wohl die in Narbonne diejenige gegewesen, die ihn am meisten beeindruckt hat. Über 300 Familien die von Rabbi Kalonymus geleitet wurden. Dieser stammte aus der selben Familie, die auch die Geschichte der Mainzer Juden und ihrer Gemeinde bestimmte…somit sind wir schon wieder in Deutschland, den SCHUM-Städten, aber insbesonders in Mainz, das erst im 20. Jahrhundert durch die, durch Marc Chagall angebrachten Fenster in der Kirche von St. Stephan und seinem einzigsten katholischen Freund Monsignore Klaus Mayer Berühmtheit erlangte. Der Vortrag selbst heißt:“Wie schön ist deine Liebe!“ und beginnt mit vier Zitaten von Marc Segal (Chagall)… seinem Verständnis – im Sinn von Einheit der Kunst, die eine Verbindung zu G-tt herstellt und hinausfuührt von dem, was wir als Natur verstehen. Er erzählt von den Hügeln von Chimiez über Nizza und dem ‚Museum der Biblischen Botschaft‘, seinem Innenleben, den Farben, Formen, Symbolen, dem mystischen Verständnis der Beziehung zu G-tt und seiner Frau Vava Chagall, bei der er sich in seinem Buch das diesem Vortrag den Titel gab, als erstes mit den Worten bedankte: „In Liebe“. Die vier Zitate von Marc Chagall zum Thema Kunst: „Als ich einen Lithographiestein oder Kupferplatte in den Händen hielt, glaubte ich einen Talisman zu berühren“, „Auf meinen Bildern ist kein Zentimeter frei nach meiner Heimat“, „Wäre ich nicht Maler, wäre ich Mystiker geworden“, „Ich habe die Berge von Sodom und Negev gesehen. Aus ihren Schluchten treten die Schatten unserer Propheten in Gewändern gelblich wie trockenes Brot. Ich habe ihre uralten Worte vernommen.“ Wie schön ist deine Liebe – ein Vortrag zu Marc Chagall – Jüdischer Maler und Mystiker!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s