Das Meer, der Traum und die Heimat

Das Rauschen des Meeres lässt uns in unseren Träumen schwelgen und wir wiegen uns mit den Wellen. Die Wellen des Meeres lässt unsere Seele fliegen an den Ort unserer Sehnsucht. Das Rauschen des Meeres lässt uns träumen und wiegt uns in Geborgenheit und Heimat. Träumen wir weiter und unsere Taten von Heute werden zu den Realitäten von morgen. So leben wir für jeden Tag als ein Geschenk an uns und wir wissen endlich Zuhause zu sein.

Ich rede leise

Seit mir mein Recht auf freie Religionsausübung durch eine Institution genommen wurde, die diese eigentlich ermöglichen sollte. Ich rede leise seit die Ignoranz der Mächtigen mich wortkarg gemacht haben – nach meinem zweiten Hörsturz. Ich rede leise, aber schreibe dafür weiter und be-schreibe was ist!!!

Himmel und Hoffnung

In den Himmel über uns senden wir unsere Träume. In den Himmel über uns schicken wir unsere Hoffnungen und Herzen. Gerade noch rechtzeitig um gehört zu werden und ein Lächeln hervorbringend. In den Himmel über uns haben wir unsere ganze Hoffnung und Glück gesetzt, denn G-tt lässt niemanden alleine mit seinen Wünschen, Ängsten und Hoffnungen die sich dem Leben zuwenden.

Über den Unsinn von Exklusion als Mittel der Disziplinierung in religiösen Zusammenhängen

ALLES begann vorletzten Jom Kippur, den ich auch dieses Jahr wieder begehen wollte. Der deutsche Türsteher der Synagoge verweigerte mir aber den Zutritt, wo rauf ich so in Rage geriet, dass ich mich beim weggehen zu einem ‚Schwachkopf‘ hinreißen lies. Später ließ sich der Vorstand der IRGW dazu hinreißen ein Hausverbot für ganz Württemberg gegen mich auszusprechen, dass bis zum heutigen Tag bestand hat – ein verlorenes Jahr! Diese drakonische Abstrafung hat bestimmt nichts damit zu tun, dass ich, nach dem der Türsteher sich vor mir auf offener Straße aufgebaut hatte und mich am Arm festhielt, um mir mitzuteilen: Ich lasse Sie hier nicht rein! Ich für meinen Teil sah mich genötigt, mich in der Ausübung meiner Religion ernsthaft beschneiden zu lassen. Der Vorstand hat übrigens weder das verhängte Hausverbot weder begründet, noch mich in der Sache offiziell angehört. Der Schandfleck in meiner jüdischen Biographie wird bleiben.

Bekenntnis

Der Glaube eines jeden jüdischen Menschen an den EINEN ist das Fundament der spirituellen Existenz, das Wissen ist das Gebäude darauf. Deshalb ist es so wichtig die inner-jüdischen Beziehungen nicht zu klassifizieren oder sogar in gewollte und ungewollte zu unterteilen. So wie ein Körper seine Bereiche hat, die alle wichtig sind, so ist die Gesamtheit aller jüdischen Menschen wichtig.

Marc Chagall – Jüdischer Maler und Mystiker, Versuch einer Annäherung (Teil 2)

„Wie schön ist deine Liebe“: Auf einem Hügel von Cimiez über der Bucht und Innenstadt von Nizza liegt inmitten von Olivenbäumen, Palmen, Zypressen, Steineichen, Raspebflächen und Blumen das „Nationalmuseum der Biblischen Botschaft“. Marc Chagall sagte selbst am Einweihungstag: „Ich wollte sie (seine Bilder, Anm. d. Verf.) in diesem Haus unterbringen, damit die Menschen hier einen gewissen Frieden, eine gewisse Geistigkeit, eine Religiosität, einen Lebenssinn finden.“ Geht man durch die Eingangshalle, dem größten Saal mit großformatigen Ölgemälden, die sich thematisch mit der Erschaffung des Menschen bis hin zu den Asseret haDibrod (den Tafeln des Bundes), die an Moshe überreicht wurden… eröffnet sich in einem nach Westen ausgerichteten Raum, der sehr klein, intim und sechseckig ist, auf fünf Wandflächen verteilt und durch Fenster voneinander getrennt ein Bilderzyklus. Shir haShirim – das Lied der Lieder (oder auch Hohelied). Alle fünf Bilder in vielfältig abgestuften Rottönen gehalten. Es feiert die Liebe zwischen Mann und Frau… unbefangen, offen und doch verhüllt, niemals ehrfurchtslos, in Verlangen, Liebesglück und auch Leid. In keinem der in Shir haShirim vorgetragenen Worte kommt der Name G-ttes vor. Für mich gibt es nur eine Antwort darauf: Nur in dem Aufeinanderbeziehen von Mann und Frau – auch und gerade körperlich – wird erfahrbar, dass die Liebe die Voraussetzung ist für eine Erfahrung, die uns G-tt sehr nahe bringt. Wir aber immer eine Distanz zu „IHM“ haben werden und brauchen. Denn die schönste aller Lieben – ohne Trennungsschmerz – ist das Verlangen der Nähe zu G-tt und ein gemeinsam gestaltetes Leben, dass „ein Lächeln“ hervorbringt. Das gleichnamige Buch, dessen Überschrift dieser Beitrag trägt, beginnt mit den Worten: Marc und Vava Chagall in Liebe.

Marc Chagall – jüdischer Maler und Mystiker – Versuch einer Annäherung (Teil 1)

Einleitung: Die Geschichte der Juden in Frankreich hat mich schon immer interessiert… von der Tatsache, dass sich aufgrund der sehr langsamen Herstellung einer territoriale Einheit – im Sinne von „geschlossener Einheit“ – bis hin zu den bedeutenden Gemeinden im Norden von Rouen (Herzogtum Lothringen) und Metz. Beide wurden im „Ersten Kreuzzug“ 1096 verwüstet, geplündert… über die Menschen ist mir bekannt, dass im Süden Frankreichs, besonders das Longuedoc und die Provence die ältesten jüdischen Gemeinden beherbergten. Dem spanischen Reisenden Benjamin von Tuledo (Toledo) verdankt die Nachwelt eine intensive und detaillierte Beschreibung dieser Gemeinden aus dem Jahr 1160… und berichtet von Wohlstand, Tradition und deren Bedeutung. Von den insgesamt acht besuchten Gemeinden seiner bis in das Jahr 1271 hineinreichenden Reise in der unabhängigen Grafschaft Toulouse ist wohl die in Narbonne diejenige gegewesen, die ihn am meisten beeindruckt hat. Über 300 Familien die von Rabbi Kalonymus geleitet wurden. Dieser stammte aus der selben Familie, die auch die Geschichte der Mainzer Juden und ihrer Gemeinde bestimmte…somit sind wir schon wieder in Deutschland, den SCHUM-Städten, aber insbesonders in Mainz, das erst im 20. Jahrhundert durch die, durch Marc Chagall angebrachten Fenster in der Kirche von St. Stephan und seinem einzigsten katholischen Freund Monsignore Klaus Mayer Berühmtheit erlangte. Der Vortrag selbst heißt:“Wie schön ist deine Liebe!“ und beginnt mit vier Zitaten von Marc Segal (Chagall)… seinem Verständnis – im Sinn von Einheit der Kunst, die eine Verbindung zu G-tt herstellt und hinausfuührt von dem, was wir als Natur verstehen. Er erzählt von den Hügeln von Chimiez über Nizza und dem ‚Museum der Biblischen Botschaft‘, seinem Innenleben, den Farben, Formen, Symbolen, dem mystischen Verständnis der Beziehung zu G-tt und seiner Frau Vava Chagall, bei der er sich in seinem Buch das diesem Vortrag den Titel gab, als erstes mit den Worten bedankte: „In Liebe“. Die vier Zitate von Marc Chagall zum Thema Kunst: „Als ich einen Lithographiestein oder Kupferplatte in den Händen hielt, glaubte ich einen Talisman zu berühren“, „Auf meinen Bildern ist kein Zentimeter frei nach meiner Heimat“, „Wäre ich nicht Maler, wäre ich Mystiker geworden“, „Ich habe die Berge von Sodom und Negev gesehen. Aus ihren Schluchten treten die Schatten unserer Propheten in Gewändern gelblich wie trockenes Brot. Ich habe ihre uralten Worte vernommen.“ Wie schön ist deine Liebe – ein Vortrag zu Marc Chagall – Jüdischer Maler und Mystiker!